00:00:09: Fisi Madende, der Podcast.
00:00:12: Und da geht's Zelt auf?
00:00:14: Das war
00:00:14: das Zelt natürlich!
00:00:16: Was hast du gedacht was es war?
00:00:18: Ich hab mittlerweile
00:00:19: Hose ohne... Der ist Klettverschlusshosen
00:00:22: oder was?
00:00:24: Okay dann müssen wir das Geräusch vielleicht auch fügig so langsam
00:00:26: sagen.
00:00:28: Also Baste mal auf.
00:00:29: Monchi mag schon etwas wissen wer unser heutiger Gast ist.
00:00:31: Ja
00:00:31: erzähl mal wer kommt
00:00:32: mit.
00:00:33: Unser heutigen Gast hat was mit Monchi und mir gemeinsam und ist dabei dennoch wirklich gut wegkomme, damit wir sind nahezu gleich alt.
00:00:43: Oh!
00:00:43: Und wenn das Alter unser Folge bei uns auch im Grund zum Weine ist – beim Monchi und bei mir eher – dann hat unser Gast es scheinbar unbeschadet überstanden.
00:00:52: sie sieht fantastisch aus Obwohl es nicht nur ihr glanzvoller Erscheinung war, die sie bereits früh in ihrem Lebe sehr berühmt gemacht hat.
00:01:00: Bereits im Kindergartenalter war sie als Artistin mit dem Zirkus von ihrem Vater quer durch den Land unterwegs, hat dann später auch künstlerisch geleitet und die Leidenschaft vor Publikum aufzutreten, hat sie im Jugendalter zum Fernsehen gebracht.
00:01:15: Dort war sie in über sechshundert Folgen in der wohl berühmtesten Straße vom Deutsche TV zu sehen.
00:01:22: Heit!
00:01:23: ist er in der Palze, um die Landesgatteschau in Neistadt künstlerisch auszugsstallte.
00:01:27: Und als wäre das immer noch nett genug, kann sie auch noch richtig gut singen!
00:01:33: Mein Gott was kann dir eigentlich nett?
00:01:35: Wäre die Frage.
00:01:36: Herzliches Willkommen der tausendfach talentierten und sehr netten Rebecca Simoneid Barum.
00:01:52: Oh, das war die falsche Musik Entschuldigung.
00:01:55: Sorry tut mir sehr leid.
00:01:57: Also das war die schönste Ankündigung meines ganzen Lebens, muss ich sagen.
00:02:00: Die charmanteste und liebreizendste ... Oh Gott!
00:02:04: Dankeschön.
00:02:05: Ihr habt's gehört?
00:02:06: Sie kann auch noch wunderbar lügen.
00:02:10: Nein ist die Wahrheit.
00:02:11: So da gut gemacht, gell Debu?
00:02:12: Aber wie?
00:02:13: Ja es freut uns ganz arg dass du unsere Einladung folgt bist.
00:02:18: aber jetzt kurz die Frage gleich zu Beginn.
00:02:21: Das ist sehr wichtig.
00:02:22: Wie viel von deiner eigene Ankündigungen hast du gerade selber verstanden?
00:02:26: Alles zum Glück.
00:02:28: Ich verstehe jedes Wort pelzisch, das ihr sprecht.
00:02:31: Denn ich wohne ja in Südbaden und dort spricht man badisch-allemannisch.
00:02:36: Und als ich da zum ersten Mal war ... Ich glaub es war im Frühjahr adhesive mit meinem jetzigen Ehemann damals noch frischen Geliebten.
00:02:45: Der nahm mich mit in sein Dorf, in die Dorfkneipe.
00:02:49: Leute kamen auf mich zu und babbelten auf mich ein.
00:02:53: Und ich verstand kein Wort!
00:02:55: Und ich hab nur gedacht, das verstehen nichts.
00:02:58: Aber meine Schwiegermutter ist Schweizerin und deswegen ... Ich liebe Sprachen.
00:03:03: Ich würd auch sagen, ich bin sprachbegabt.
00:03:06: Aber diese harte Schule von dreißig Jahren mit Südbadnern zusammen sein hat mich gelehrt, fast alles zu verstehen, gerade was im Süden ist.
00:03:15: Das badische Alemanisch ist irgendwie anders als das Pelzisch.
00:03:20: Mein Kopf, mein Gehirn ... hat's auch noch nicht so richtig auseinandergewickelt, weil ich bin einfach zu sehr im Badischen noch drin.
00:03:27: Ich hab immer das Beispiel genannt zum Beispiel hier, das
00:03:30: Bännel in Neustadt
00:03:33: ... Bänel in der Pfalz und im badischen sagt man Bänle.
00:03:38: Und da habe ich ein Problem mit.
00:03:39: Deswegen kann ich es noch nicht gut sprechen, aber ich verspreche euch, ich verstehe ihr das Wort!
00:03:43: Hast du eine Lieblingswart auf Pelsig?
00:03:47: Ja, ich hab ne Freundin, die Gabriele.
00:03:49: Die hat ... Was sagt ihr mal zu mir?
00:03:53: Die sagt immer zu mir, bobbelsche?
00:03:57: Irgendwie sowas.
00:03:58: Bobele!
00:03:59: Nee, es hat irgendwas mit ...
00:04:01: Bobbelsche
00:04:02: kann das sein?
00:04:03: Es wär fast wieder hessisch ein kleines bisschen.
00:04:05: Dann ist's nicht.
00:04:06: Sie sagen immer etwas sehr, sie sagt hier im Hund dasselbe.
00:04:09: Das ist irgendein Kurswort.
00:04:12: Sie sagt es zur Melodie zum Chihuahua und sie sagt es zu mir.
00:04:16: I, Mai, irgendwas.
00:04:17: Das hör ich immer gern, weil ich weiß die meins gut.
00:04:20: Kennst du unseren Hund schon?
00:04:22: Ne.
00:04:23: Ah, das ist aber ziemlich gut.
00:04:26: Dann hast du aber auch wahrscheinlich kein Problem mit Hunde?
00:04:29: Ich hab zwei Hunde!
00:04:29: Oh
00:04:30: guck mal da ist er... Guck mal, da ist der
00:04:31: Hund!
00:04:32: Ah, goldig
00:04:34: ne?!
00:04:34: Das erste Mal in die schöne Anna ist er.
00:04:37: Ah heilig.
00:04:38: Der hat es zu uns
00:04:39: am Podcast-Hund.
00:04:40: Ja, aber der derfner ist.
00:04:41: Ist ein Servicehund, der sorgt für gute Laune und der derft überall
00:04:46: Neue.
00:04:48: Aber vielleicht ... Machen wir etwas, was wir schon relativ spät in unserem Podcast haben.
00:04:57: Aber mir ziehen Sie ein kleines bisschen vor ... Ich
00:04:59: bin gespannt!
00:05:00: Und zwar ist es die Frage meiner Mutter, Monchi?
00:05:03: Oh
00:05:04: ja.
00:05:09: Das steht mich wirklich interessieren.
00:05:11: Wie schön
00:05:12: das ist.
00:05:12: Meine Damen und Herren, ihr werdet's kaum glauben.
00:05:14: Wir haben noch einen Stargast heute Abend hier.
00:05:16: Und das ist meine Mama.
00:05:27: Guten Abend, ihr liebe Leid.
00:05:31: Naja?
00:05:31: Ja.
00:05:32: Okay.
00:05:34: Nee, mein Gott zu dir.
00:05:35: Ja
00:05:35: genau!
00:05:37: Also das sprecht mal wieder die Neigierig-Mama vom Christoph ... Obwohl ich bin nicht neigieriger, wenn ich alles weiss.
00:05:46: Ich sag mal du und Rebecca, weil mein erst geborene ist ja nicht viel älter.
00:05:53: Ihr Jünger bist gell?
00:05:54: Ein kleines
00:05:55: bisschen.
00:05:55: Kleines bisschen jünger.
00:05:57: Und ich denke da kann man schon Rebecca sagen.
00:06:00: Also was mich sehr interessiert, du hast ja im Alter von drei Jahren schon angefangen mit der akrobatische Grundausbildung.
00:06:09: Und dann mit vier ... eine Zieginteressur gemachte?
00:06:15: Was hast denn du zu den Gäsen gesagt, dass die das gemacht haben, was du gewohnt hast?
00:06:20: Ich musste nicht viel sagen!
00:06:21: Ich musste nur ein Leckerli in der Hand haben und dann sind sie mir hinterhergelaufen hinterher zu laufen und über so kleine ... Jetzt ist es wieder, im Pelzischen wird man sagen Brückel wahrscheinlich.
00:06:36: Im Badischen Brücke?
00:06:37: Epprik,
00:06:38: epprikse!
00:06:39: Okay, über kleine Bricksche zu gehen.
00:06:41: Genau.
00:06:42: Und dann auch so eine Tonne zu balancieren.
00:06:44: Das ging alles mit Leckerli.
00:06:47: Von mir war gar nicht viel Können erwartet.
00:06:49: Mein Vater hat immer gesagt, ich wäre eigentlich viel zu jung um mit Tieren umzugehen.
00:06:53: aber irgendwo müsste man anfangen Und deswegen durfte ich mit den Ziegen beginnen.
00:06:57: Ich hab die Ziegen sehr geliebt, ich weiß jetzt noch alle Namen.
00:07:00: Resi, Sepp, Ben ... Ich mochte sie sehr!
00:07:04: Also wenn ich das gewusst hätte wie ich so kleine Kinder gehabt habe, wäre es sehr hilfreich gewesen.
00:07:10: Aber zu spät.
00:07:12: Also ich wünsch euch einen schönen Abend und ich hab immer gern die Lindenstraße geguckt.
00:07:17: Dankeschön Mama, danke schön.
00:07:25: Das geht mich wirklich interessieren.
00:07:29: Ja, vielen Dank, liebe Mama für diese aufschlussreiche Frage.
00:07:32: Jetzt haben wir schon wieder was gelernt.
00:07:35: Wir haben es auch in der Ankündigung schon gesagt ...
00:07:51: Oh
00:07:52: ja!
00:07:58: Freude und muss nie in die Schule.
00:08:01: Fast, ja!
00:08:02: Also als Kind ist es glaube ich wirklich die schönste Art zu leben, die man sich vorstellen kann.
00:08:07: Und ich habe nur wundervolle Erinnerungen an meine Kindheit.
00:08:10: Ich bin vor allen Dingen sehr dankbar dass ich meinen Kindern auch nochmal zumindest sieben Jahre ihrer Kindheit im Zirkus schenken durfte bis mein Vater das Unternehmen eingestellt hat, was sehr schmerzhaft war und traumatisch.
00:08:25: Und ich habe sehr lange getraut um den Zirkus wirklich, also ich glaube zehn Jahre bestimmt.
00:08:30: Jetzt ist alles wieder gut.
00:08:31: aber damals war ich wirklich sehr traurig weil ich den Zirkus praktisch zweimal ... verlassen habe.
00:08:38: Einmal als Elfjährige, als ich nach Köln ging um aufs Gymnasium zu gehen und anfing bei der Lindenstraße zu drehen weil ich eben Vertrag bekam dort eine Rolle zu spielen.
00:08:47: und dann eben wieder in dem Jahr zwei tausend acht nachdem ich sieben Jahre wieder dort verbracht hatte schon mit meiner eigenen Familie und eigentlich dachte Ich würde den Rest meines Lebens dort verbringen.
00:08:56: denn so ist das wenn man die Tochter vom Direktor isst es ein bisschen wie Man ist so die Prinzessin.
00:09:06: Und natürlich bleibt man dann dort und macht das bis zum Ende seines Lebens, und man macht nichts anderes außer eben der Linnstraße.
00:09:13: Das war erlaubt parallel dazu.
00:09:15: Na ja, und so kam es nicht.
00:09:16: Aber wie gesagt ... Die Kindheit im Zirkus ist schöner als ... Man es sich ausmalen könnte.
00:09:23: Schöner als in jedem Gedicht, in jedem Bild oder in jedem Lied weil es genauso ist du bist in einer internationalen Gemeinschaft Du bist auf Reisen, du bist mit Tieren zusammen, du lebst in einer Show.
00:09:35: also Musik und Sprachen und Kulturen bestimmen deinen Tag Und es ist nicht die Uhr sondern welche Musik gerade im Zirkus läuft sagt ihr ob bald Abendbrot ist oder nicht.
00:09:48: Also doch wirklich ganz, ganz wundervoll.
00:09:50: Ich werde auch noch ein Buch schreiben.
00:09:52: Ich schreibe schon seit Jahren an dem Buch aber irgendwann, wenn ich Zeit habe, es fertigzustellen nach der Landesgartenschau also ab im Jahr- und-Zw.
00:10:00: und vielleicht werden's mehrere Bücher.
00:10:01: Es müssen eine oder zwei Biografien sein und in einem Buch schreiber ich dann alles was ich nicht in meine Biographie schreiben kann weil das irgendwie ein bisschen vielleicht unverständlich ist oder so... Und das mache ich dann in den Romanen Und dann können Leute sich überlegen, ob ich das wirklich so erlebt habe oder nicht.
00:10:18: Das ist eine gute Idee!
00:10:21: Vielleicht steht auch in dem Buch ein bisschen was drüber drin, nur weil manche mehr verbringen viel Zeit miteinander?
00:10:29: Echt?!
00:10:30: Ja.
00:10:30: Ich glaub, dich seh ich öfters über Frau?
00:10:33: Das
00:10:33: ist schade!
00:10:36: Sagt der Ente das so oder
00:10:37: was?
00:10:40: Aber durch mein Vertrauer erzählt, dass die Zirkus magische Anziehungskraft auf dich hat ... Dass du früher als Kind und halt noch als Erwachsener das verspürt hast.
00:10:50: Und Rebecca sagt uns mal, besonders in Monschi, wie groß sind seine Chance zu Lebzeiten noch Schlangemann zu werden?
00:11:00: Weil du kennst dich damit aus, du warst.
00:11:02: Sogenannte Schlangefrau hab ich gelesen.
00:11:04: Hatte Monschi da Aussicht auf Verfolg?
00:11:07: Was muss er lernen?
00:11:08: Ich war ein Schlangenmädchen und da liegt die Krux ... Das ist schon sehr lange her!
00:11:13: Und ich weiß, dass die Schlangen-Frauen meistens in meinem Alter dann auch damit aufgehört haben.
00:11:20: Früher war es thirty-fünf.
00:11:21: Heutzutage ist alles später.
00:11:22: Vielleicht machen sie's mit forty-fünftig noch.
00:11:24: Wenn alles passt aber jetzt noch anzufangen Es tut schon weh.
00:11:28: Das wird sowieso nichts mehr, also ... Ich brauche meterzwanzig Schullefl, um mir die Schuhe anzuziehen!
00:11:35: Ja gut, aber es ist ja nie zu spät.
00:11:39: An sich ist das, dass Sie fit machen im Alter durchaus.
00:11:42: Ich bin auch immer noch dabei, es irgendwann wieder zu beginnen, mich fitzumachen.
00:11:47: Hatte noch keine Zeit, sagen wir mal so?
00:11:50: Also, es geht schon.
00:11:51: Aber ich glaube dieses Rückwärtsbiegen, Unterlassen im Alter.
00:11:55: Einmal geht's wahrscheinlich,
00:11:57: ne?
00:11:59: Dann lieber nach vorne, nur Schuhe binden, das reicht.
00:12:03: Guck mich aber an die Minute!
00:12:06: Deswegen hab ich auch Schuhen mit Klett.
00:12:07: oder lass dir Schuh auf ... Also, das ist Meitrick.
00:12:13: Ja, man muss nicht alles machen und du bist schon okay so wie du bist.
00:12:18: Danke.
00:12:19: Im Zirkus gibt es ja noch andere Jobs.
00:12:22: Und irgendeiner muss ja kehren.
00:12:24: Also, Monji seh ich eher so als Feuerschlucker?
00:12:27: Feuerschlucker!
00:12:28: Ich kann Stolle schlücke.
00:12:30: Ja, damit geht's.
00:12:31: Ich sag euch was ... Es gab einen absolut wundervollen russischen Artisten Anatoly Zhukov und er ist vor ein paar Tagen gestorben.
00:12:39: Ich hab das über Facebook erfahren, dass er jetzt verstorben ist.
00:12:43: Anatoley Zhukoff war deshalb so berühmt nicht nur weil er ein Feuerspeyer war sondern weil er literweise in seinem Akt praktisch literweise getrunken hat.
00:12:55: Auch so Eiman, Wasser und dann hatte das während der Show alles wieder ausgespeit die ganze Zeit also.
00:13:03: es war ein bisschen freaky Wahnsinnig faszinierend.
00:13:07: Irgendwann hat man gemerkt, das war gar nicht Wasser, was er getrunken hat.
00:13:11: Das war so ... Nicht Kerosin, aber so eine Art Lampenöl.
00:13:16: Wenn jemand in Frankreich war im Supermarkt, gibt es manchmal diese kleinen Öfen für zu Hause.
00:13:21: Das Zeug!
00:13:22: Oh
00:13:22: Gott!
00:13:22: Da ist er getrunken und dann wieder ausgespuckt und gespuckt.
00:13:25: Deswegen hat er unglaubliche Flammen erzeugt.
00:13:28: Weil er das Wasser geradezu eben ausspricht.
00:13:32: Er war ein menschlicher Flammenwerfer, unfassbar.
00:13:35: Das
00:13:35: kennt man auf der Bühne.
00:13:36: probiert?
00:13:36: Ja!
00:13:38: Wie viele
00:13:38: Prozent hat dein Scharle?
00:13:40: Geht es wieder?
00:13:42: Es wird nicht reichen.
00:13:45: Er ist erst die Tage gestorben mit knapp Achtzig in Moskau und das hat uns allen leid.
00:13:50: Wenn wir schon lange nicht gesehen haben, ich glaube seit dem Jahr.
00:13:54: Und so was gibt's nicht mehr ... Wer vielleicht noch mal so eine Revival-Wert?
00:14:00: Ich sag mal, mit Schorle trinken seid ihr eigentlich schon sehr geübt.
00:14:04: Mit viel Flüssigkeit zu euch nehmen!
00:14:06: Ja,
00:14:06: das stimmt.
00:14:07: Also als wir neulich im Badische gespielt haben, konnte man das beobachten.
00:14:10: Da manche hat auch auf der Bühne hektoliterweise den Woll getrunken und aber hat er ordentlich gespeitern... Jetzt musst du ja nicht mehr fahren.
00:14:22: Ja, aber dann müssen wir auch drinnen behalten können!
00:14:23: Das war
00:14:24: abbaute ich schon
00:14:25: bei euch.
00:14:28: Das ist das Problem.
00:14:29: Man kann ruhig mal applaudieren
00:14:30: zum Sie durch, gell?
00:14:39: Jetzt ist er gleich am Spucke mit so verlauter Freude.
00:14:43: Aber du hast jetzt so schön erzählt dass es eigentlich kein schöneres Leben gibt als Zirkuskind, aber gab es nicht auch Schattenzeiten dabei?
00:14:53: Wenn du dich verglichen hast mit anderen Kindern oder hast du immer gedacht ich habe das goldene Ticket.
00:14:58: Nein, als Kind weiß man das ja nicht!
00:15:00: Das ist ja doch das Ding.
00:15:01: und natürlich haben wir alle Kinder haben fantasiert darüber wie wohl es den normalen Kindern so geht.
00:15:08: also in der Zirkussprache hieß dass die privaten Das waren die Privatleute.
00:15:13: Das sind Menschen, die in einem Haus wohnen oder in einer Wohnung und nicht die ganze Zeit herumreisen und auch nicht in der Show wohnt.
00:15:20: Und das war für uns schon immer so eine Faszination!
00:15:22: Wie ist das wohl?
00:15:23: Wenn wir jetzt an einem Ort waren und jetzt im Schifferstadt beispielsweise und gehen durchs Dorf mit unserem Hund spazieren und sehen da ne schöne Wohnung ... und haben uns dann gedacht, wie das wohl jetzt wäre.
00:15:34: Wenn ich da diese Nina wäre, die die Tochter vom Zahnarzt ist und ich wohne im Haus ... Ich bin immer am selben Ort und gehe jeden Morgen in dieselbe Schule.
00:15:42: Dann hab ich vielleicht Tennis oder irgendwas anderes am Nachmittag, was man in den Achtzigern halt so gemacht hat.
00:15:48: Und Tennis spielen ja!
00:15:51: Das war schon von uns eine Fantasie, ganz klar.
00:15:55: Wir wussten nicht, wie gesegnet wir waren, in unserer Art zu leben, aber dann im Heran wachsen wurde man immer dankbarer dafür, wo man eigentlich war.
00:16:04: Besonders weil ich ja mit elf schon weg war in Köln und dann nur jedes zweite Wochenende bei den Eltern oder in den Schulferien wieder beim Zirkus war.
00:16:12: Ich weiß, dass ich im Bart saß meiner Eltern, die hatten so ein großes Fenster in dem Wohnwagen, und man blickte direkt aufs Zelt.
00:16:19: Und ich weiß, da ich immer saß und unglaublich dankbar war noch dieses Leben führen zu dürfen zumindest ab und zu.
00:16:27: Und eine Zeit lang also ... Ja, das verlässt einen auch nie.
00:16:31: Ich hab letztens so ein Instagram-Post darüber gemacht, in dem ich schrieb, dass der Zirkus mich immer noch verfolgt und dann kommentierte mein Bruder ... Träumst auch noch davon, sage ich ja wir alle.
00:16:44: Wir alle träumen davon das geht nie mehr weg.
00:16:46: also wirst auch nie wieder normal so richtig.
00:16:49: Geht gar nicht!
00:16:50: Also schon ansatzweise inzwischen aber es verlässt dich nie wirklich.
00:16:54: also träumst von den Wagen von der Musik von den Tieren von Persönlichkeiten die du kennengelernt hast ist einfach glaube ich zu intensiv.
00:17:02: das verlässte ich nicht mehr.
00:17:04: gerade wurde es erzählt bei mir waren tatsächlich auch mal welchen der Klass.
00:17:11: Ich glaube, das waren ein paar Wochen nur.
00:17:14: Dann waren die Dörre und dann waren sie weg?
00:17:16: Ja, ein paar Wochen wäre schon lang eigentlich!
00:17:20: Aber wie du es gerade eben erzählst ist mir das gerade tatsächlich in den Sinn kommen.
00:17:28: Wir haben danach Freikarte gekriegt, wir dürften danach kommen.
00:17:36: War schon mal nicht du, oder?
00:17:37: Wahrscheinlich nicht mehr.
00:17:41: Dann war ich wahrscheinlich nicht ...
00:17:43: Dann warst du es nicht!
00:17:44: Wir haben die Kinder immer so über einen Zaun klettern lassen.
00:17:46: Dieser rote Zaun um den Zirkus, das war ja die Begrenzung unseres Lebens.
00:17:51: Also wir wussten, wir durften nicht hinter den Zaun gehen.
00:17:54: Das waren mal so ein Ding.
00:17:56: Als Zirkusskind lernste von Anfang an, du bleibst im Zaun.
00:17:59: Den Aushalt des Zauns ist die Wildnis.
00:18:02: Weißt du nicht, was da los ist und was passiert?
00:18:05: Wenn wir Kinder rübergeholt haben, mussten sie über den Zaun klettern.
00:18:08: Für die war das so abenteuerlich wie für uns zu uns zu holen.
00:18:13: Damals waren ja auch noch Kinder begeistert vom Zirkus.
00:18:16: Ab dem ersten Tag schon da und wollten helfen, Ponys putzen ... Heute interessiert das keine Sau mehr.
00:18:24: Dass da Leute höchstens demonstrieren, wenn sie einen Zirkus sehen.
00:18:28: Oder wie die es noch als Delikatesse erkennen gehen auch hin.
00:18:33: Es gibt heutzutage sehr schönen Zirkuss.
00:18:36: Aber diesen Zauber, den ich noch erlebt habe in den Achtzigerjahren und der Neunziger-Jahren ist vorbei.
00:18:44: Über einen weiteren Zaubern in deinem Leben ... Und das hoffe ich jedenfalls, dass es das war, wollt mir gern mit dir sprechen.
00:18:52: War das, du hast es schon ein paar Mal erwähnt.
00:18:55: Ähm ... im Jahr ... äh, five-a-achtzig da war einem deutsche Fan sich genau gesagt im WDR was ganz außergewöhnliches.
00:19:04: und da wurde die erste Seifenoper geboren Die Linde Straß über ... Die Melodie
00:19:09: kenn ich
00:19:10: gar nicht!
00:19:10: Die Melodie kennst du gar nicht?
00:19:11: Willst du noch mal hören?
00:19:13: Du Menschen willst unser Gema-Gebühre ordentlich jetzt auf Asphalt machen.
00:19:15: Aber mach's nur zehn Sekunden.
00:19:17: Zehn Sekunde?
00:19:19: Okay.
00:19:21: Ja, das können
00:19:22: wir uns
00:19:23: leichter.
00:19:23: Mehr kommen uns leider nicht leichte.
00:19:26: Aber über vier, dreißig Jahr lang haben Millionen von Leuten die Bewohner dieser Straße wie zum Beispiel Helga Beimer und ihr Hansemann im Akropolis beim Esse zugeguckt.
00:19:38: Vom Dr.
00:19:38: Dressler wurden so behandelt und die Herrn einiges an Ehekrise- und Alkoholprobleme und Drogeschwierigkeiten kappt.
00:19:45: Uns hin eine Pubertät verzweifelt.
00:19:47: Wie ihm richtige Lebe muss man sagen?
00:19:49: Und im Jahr ninezundhundert neunzig nach genau zweihundertneinzehn Folge von dieser Linda Strosta ist dort der junges Mädchen aufgetaucht.
00:19:58: Iphgenie
00:20:00: genannt Ifhi Zenka, dieses dreizejährige Mädchen das war Stu.
00:20:05: Wie kommt er jugendliche Artistin aus Ulm eigentlich zum Fernsehen nach Köln?
00:20:11: Mit Zug!
00:20:14: Entschuldigung, das wollte ich nicht vorkreifen.
00:20:16: Ich bin sehr viel zugefahren, dann war es so ... Stimmt!
00:20:19: Also, ich hab angefangen zu drehen, ich glaub im September, neunzehn-neunundachtzig.
00:20:24: Äh ... Meine ersten Szenen als Iffi, ich war damals elf, fast zwölf Jahre alt, Iffy sogar ein Jahr jünger also.
00:20:32: Mit Dreizehn war sie ja schon fast schwanger, da war schon so viel passiert, dass die Dreizehntin war.
00:20:37: Das war lang ... Ja, ähm ... Es hat ... Es hat damit zu tun, dass in den letzten Jahren eine Dokumentation gedreht wurde.
00:20:46: Das war so ne Doku-Reihe in der ARD, damals vom Bayerischen Fernsehen.
00:20:51: Die hieß Zirkusleute.
00:20:52: Es gibt die Folgen auf YouTube und ich kann es nur empfehlen.
00:20:55: Ich habe das erste Mal angeschaut nach Jahrzehnten ... Es ist grandios!
00:20:59: In
00:20:59: der Schallnutz stehst du da
00:21:00: drin?
00:21:01: Ja, sehr gut.
00:21:02: Da gibt's eben diese Folge Zirkusleute mit mir, damals neun Jahre alt.
00:21:06: Und da ist dieses vorwärtsige kleine Mädchen mit diesen langen roten Haaren.
00:21:09: Ich lauf durch den Zirkus und erzähl dem Fernsehtier mir, wie jedes Tier heißt ... Also es ist schon lieb.
00:21:15: Es ist wirklich süß!
00:21:17: Irgendwie haben sie sich darauf bezogen als die dann später die Protagonisten gesucht haben um diese Familie Zenka zu besetzen in der Linnestraße.
00:21:24: Da wurde ein junger Schauspieler Mike Reichenbach, dessen Vater ein bekannter Zirkuss-Impressario war also ein Agent damals noch so einen Mann Das ist der Aktenkoffer, Reichenbach.
00:21:38: Und die haben sich da irgendwie beraten und er sagte ja hier der Simonei hat doch die Tochter, die Rebecca war doch jetzt im Fernsehen, die ist doch frech, sie sieht lustig aus, das wäre doch genau das so.
00:21:47: Dann haben die im Februar, neunzehnneunundachzig angerufen bei uns zu Hause und mein Vater ging vor ... Die Leute, die mindestens so alt sind wie ich, kennen das noch dass man so vorläuft zum Telefontischchen Und ich hab immer gemerkt, es wird ein längeres Telefon naht.
00:22:04: Wenn mein Vater sich in den ... Er hatte wie so einen Schaukelstuhl am Telefonteisch hinstellen und man hörte mit dieses Knazen des Schaukels.
00:22:12: Dann wusste man ist was Ernstes oder dauerte etwas länger, dass er sich da unterhält?
00:22:17: Und dann kam mein Vater wieder und sagte, ja also Becky du bist eingeladen zu einem Vorsprechen.
00:22:22: Damals sagte man noch nicht Casting, ne?
00:22:25: Du kriegst einen Text geschickt.
00:22:26: die suchen eine neue Rolle für die Linnstraße kennst du doch erkenne ich nicht die Fernsehserie.
00:22:30: haben wir wirklich eigentlich nicht geguckt?
00:22:32: die kannte immer nur so den Vorspann Ja doch da gehst du dann hin und sprichst davor und ich dachte nö also das meine ich um meine Eltern mehr.
00:22:41: wieso wieso sagst du nein das kannst du doch machen sage Nein dass mache ich auf keinen Fall.
00:22:46: Warum denn nicht?
00:22:47: Wenn ich dahin gehe, muss ich euch verlassen.
00:22:50: Also es war unglaublich aber mir war absolut klar in dem Moment als elfjähriges Mädchen dass das kein Zufall war und dass wenn ich da hingehe sich mein ganzes Leben verändern würde.
00:23:01: Und nicht weil ich dachte, dass ich so großartig bin Es war einfach nur Schicksal.
00:23:05: Ich wusste, wenn ich dahingeh dann trete ich etwas los Dass mein bisheriges Leben komplett verändert würde.
00:23:11: Natürlich war ich doch zu neugierig und es kam nicht in Frage, das nicht zu machen.
00:23:15: Ich wollte auch diese Texte lesen, die Lernen ... Und dann bin ich ein paar Wochen später mit meinem Vater nach Köln gefahren.
00:23:21: Dann waren wir in den Studios und haben ewig gewartet, wie das so ist beim Fernsehen.
00:23:26: Den ganzen Tag haben wir da rumgesessen und der Arzt Ludwig Dressler lief in die Kantine!
00:23:32: So viel Lindenstraße hatte ich schon gesehen, dass sie wusste, dieser Mann sitzt im Rollstuhl.
00:23:36: Ja?
00:23:37: Genau.
00:23:39: Was ist denn hier los?
00:23:40: Alles geschaut.
00:23:42: Die waren alle total nett, aber wie gesagt, wir saßen den ganzen Tag da und irgendwann hatte mein Vater die Schnauze voll und sagt er so, Becky, wir gehen jetzt, jetzt reicht's.
00:23:49: Und ich so ja, wir geht gut!
00:23:51: So... Und die alle?
00:23:52: nein, Herr Simoneid bitte sie ist wirklich gleich dran, jetzt bleiben Sie noch.
00:23:55: nein Wir sitzen hier schon acht Stunden Das geht jetzt nicht mehr, wir fahren nach Hause.
00:23:59: Nein, jetzt ist sie dran, dann gingen wir ins Studio Und da traf ich auch auf meine spätere Serien Schwester Nadine Spruss, die die Valerie gespielt hat.
00:24:08: Genannt Walze und auch auf Joe Bolling, der später meinen Vater an die Zenke gespielt hatte.
00:24:13: Und noch einen anderen Schauspieler, der auch für den An-die-Zenker vorsprach.
00:24:17: Ganz interessant!
00:24:18: Na ja, und ich hatte das natürlich alles gelernt.
00:24:20: Auch diese ersten Szenen kann man auf YouTube sehen.
00:24:23: Erste Castingszene ist so süß... Dann waren wir fertig, dann wurden wir in so ein Container gerufen.
00:24:30: Da saß Hans Geißendörfer der Produzent und er sagte sofort ... Nein, das wäre alles klar!
00:24:36: Das wäre jetzt die E-Fi.
00:24:38: Ich dachte ja Mahlzeit.
00:24:40: Was hab ich gesagt?
00:24:41: Wir kommen dahin, dann ist das alles so.
00:24:44: Dann wurden relativ schnell Verträge gemacht.
00:24:46: Und dann war klar, ich hätte nur noch einen halben Jahr beim Zirkus und würde im Oktober oder ... Ich bin nach den Sommerferien nach Köln gezogen.
00:24:54: Denn ich hatte eine Gymnasialempfehlung Und im Zirkus hätte ich aber höchstens Hauptschulabschluss machen können.
00:25:00: Deswegen haben meine Eltern gedacht, das ist doch super!
00:25:02: Dann geht die Becky nach Köln, kann aufs Gymnasium aus anständiges Lernen und arbeitet beim Fernsehen Spitze.
00:25:09: So ist es dann gekommen.
00:25:11: Oh krass ... Meine Güte!
00:25:13: Aber bedeutet das auch, dass du dich eigentlich als Kind überhaupt gar nicht mit dem Gedanke auseinandergesetzt hast?
00:25:22: Schauspielerische Karriere anzustreben.
00:25:24: Wir wollen Leute träumen, Kinder vielleicht zur Vorstellung haben?
00:25:27: Oder war das eigentlich ... Ist es als Zirkuskind schon klar, dass man was Darstellerisches sowieso macht?
00:25:35: Ja eben!
00:25:35: Also wir wohnten ja in der Show und hatten alle unsere Nummern im Zirkuss.
00:25:40: Waren das alles gewohnt?
00:25:41: Das heißt ich träumte eher von sehr bodenständigen Dingen.
00:25:44: Ich wollte zu Reitpolizei oder eben berühmte Springreiterin werden.
00:25:49: Oder Jockey, weil ich bin ja schon immer Reiterin und hab die Pferde geliebt.
00:25:53: Wenn ich an etwas Bodenständiges dachte, dann hatt es eher was mit Pferden zu tun gehabt als mit Fernsehen oder mit Filmen.
00:26:00: Aber ich konnte natürlich auch verstehen ... Meine Mutter kam vom Theater in England, hatte auch Fernsehen gemacht und sie war begeistert und hatte mich ja auch mit Musicals großgezogen.
00:26:09: Es war mir alles nicht fremd!
00:26:11: Und deswegen auch dann zu drehen bei der Lindenstraße.
00:26:13: Das war mir nicht fremd, denn ich arbeitete ja schon seit meinem vierten Lebensjahr.
00:26:18: Also das war für mich überhaupt keine Umstellung diese Disziplin an Setz zu gehen und zu drehnen den ganzen Tag dort zu sein, was gesagt wird die Texte zu lernen... ...das war für me so als hätte ich das schon immer gemacht.
00:26:29: Es war einfach nur etwas anderes!
00:26:30: Für mich war nur die Umstellung so schwer auf dieser neue Art zu leben also plötzlich in einer Wohnung zu sein mit einem Kindermädchen, die praktisch auf mich aufgepasst hat zur Schule zu gehen Diese Eintönigkeit des Alltags.
00:26:43: Weil wir durften ja gar nicht jeden Tag drehen, das Gewerbeaufsichtsamt war damals sehr streng.
00:26:47: Ich glaub ich durfte einmal die Woche oder so drehen und die restlichen sechs Tage saß sich dann da in der Wohnung und hab Hausaufgaben gemacht und ging mit dem Hund um den Block spazieren.
00:26:56: Ich kannte ja niemanden dort und wusste auch ehrlich gesagt nicht so richtig wie man Freundschaften schließt denn beim Zirkus war immer irgendjemand da!
00:27:03: Man wohnte hier wie auf einem Campingplatz es waren alle Menschen immer da Und auf einmal warst du in so einer Wohnung.
00:27:09: Muss es Leute anrufen, um dich zu verabreden?
00:27:11: Das kannte ich alles nicht!
00:27:12: Es hat wirklich ein paar Jahre gebraucht bis ich meinen Social Circle hatte und mich das Leben gewöhnt habe.
00:27:19: Aber die ersten zwei Jahre waren schon einfach sehr einsam.
00:27:22: Ich hätte am liebsten im Studio gewohnt, in der Garderobe.
00:27:26: Das hätte der Art zu leben entsprochen.
00:27:28: Einfach gar nicht, das Studio zu verlassen, sondern immer dort zu bleiben.
00:27:31: Wie oft hast du da gelangt?
00:27:33: Ja, dann so.
00:27:34: Im Grunde jedes zweite Wochenende außer sie waren zu weit weg mit dem Zirkus denn ich bin ja immer mit dem Zug gefahren und manchmal war es ein bisschen kompliziert.
00:27:42: aber eigentlich deswegen kenne ich auch ganz Deutschland also zumindest die alten Bundesländer, die neuen Bundesländern später auch ab Anfang der Neunziger.
00:27:50: aber deswegen frage ich auch immer Leute wenn man sich so begegnet und die sagt ja ich komme aus einem kleinen Ort irgendwie keine Ahnung NRW sage ich ja wo denn?
00:27:58: Ja in der Nähe von da unter sei ja wo sag doch mal Dann sagen die Lühnen oder eben Kastrop-Rauchsel.
00:28:04: Ich war bestimmt schon mal dort, deswegen will ich immer genau wissen, wo Leute herkommen.
00:28:09: Fußgännen?
00:28:10: Ja, Speyer.
00:28:12: Ja, ja, Speierschieferstadt ... Ich kannte auch die ganzen Orte hier in der Pfalz vom Zirkusherr früher oder Hassloch und so.
00:28:19: Also, ich hab mit meinen Mann Shows gemacht im Holiday Park.
00:28:25: Ah, im Probserland?
00:28:26: Ja,
00:28:27: damals war's Holiday Park!
00:28:29: Und da waren unsere Kinder ja noch ganz klein und das sind wir ganz viel mit dem Fahrrad gefahren, mit den Kindern ... Deswegen wollte ich auch unbedingt nach Neustadt kommen weil ich die Gegend schon kannte von damals.
00:28:40: also es war mir nicht fremd und auch der Mentalität nicht fremt.
00:28:44: Das heißt, hast du eigentlich damals ... Du hast grad beschrieben, bisschen Langweile gehabt.
00:28:50: Unter der Woche hast du gar keine professionelle Anleitung noch gebraucht oder gab's ... Wurde dir das Angebote jetzt vom Sender her?
00:28:57: Das gesagt am Sprechtraining oder so was noch zu kriegen.
00:29:00: Doch hab ich auch bekommen, Sprechtraining und dann hab ich sowieso auch immer Gesangsunterricht gehabt als es kamen schon aber es waren ja trotzdem ... Dann ist noch einen Tag beschäftigt, dann ist immer noch fünf Tage die Woche!
00:29:12: Und ich war halt nicht in irgendeinem Verein oder sonst was.
00:29:14: Mein Vater hat mir dann mein Pferd geschickt, irgendwann.
00:29:17: Dein Pferddeschicht?
00:29:18: Genau!
00:29:18: Ich bekam dann meinen Zirkuspferd-Hoss und wurde mir dann gebracht nach Köln ein Reitstall, der war gleich neben dem Fernsehstudio.
00:29:25: Ja
00:29:25: wie cool!
00:29:25: Dann bin ich immer zum Hoss geradelt am Nachmittag und war dann im Reitsteil.
00:29:30: Sehr sehr cool!
00:29:31: High-Tage-Playstation-Klicker.
00:29:33: Wahrscheinlich...
00:29:35: Das waren noch Pre-Gameboy-Zeiten.
00:29:43: Werbung
00:29:45: Ja cool, also erstmal super dass ich heute auch hier da sein darf.
00:29:49: Dass sich mit meinem Wein hier heute Abend dazu beitragen kann das es allen Spaß macht, dass wir gut in Stimmung kommen und eine schöne Zeit zusammen haben.
00:29:58: Dafür machen wir unsere Weine.
00:30:00: Ich glaube für mich ist ein ganz großes Anliegen, dass unsere Weinen auf die Art funktionieren, dass einfach Leute zusammenbringen.
00:30:08: Insofern machen wir bei uns im Weingut-Pflüger keine Weine, die hochkompliziert und schwierig zu verstehen sind.
00:30:17: Wir machen in erster Linie weine, das unsere Pfälzer lebensart widerspiegeln.
00:30:23: Wir wollen einfach ein bisschen Spaß haben und lassen den lieben Gott gern einen guten Mann sein.
00:30:27: Die Weine sind da Schmiermittel zwischendrin.
00:30:30: Ich freue mich, dass ich den Stil für uns gefunden habe, um genau so Weine zu machen.
00:30:36: Das hört sich so an, als wäre das wie für uns gemacht.
00:30:39: Sehr sehr gut!
00:30:41: Kannst du vielleicht ein bisschen was sagen?
00:30:43: Was heute Abend hier von der Weiner aus geschenkt wird?
00:30:46: ist da etwas Besonderes dabei oder hast du so Spektrum aus eurer Sache dabei?
00:30:53: Wir sind ein klarscher Felserbetrieb, der verschiedene Weine macht und mit verschiedenen Rebsorten unterwegs ist.
00:31:02: Heute Abend haben wir Riesling dabei.
00:31:04: Das fließt halb durch die Adern.
00:31:15: Das ist ein KW aus verschiedenen Riesling-Lagen.
00:31:24: Hier bei uns in Dürkheim und deshalb, sag ich immer so unsere Businesscard, unser Aushängeschild.
00:31:30: Und wer es dann gerne ein bisschen spezieller will, es gibt auch noch hier vom Fuchsmantel, Dürrkammerfuchsmantel.
00:31:35: Da haben wir eine Einzellage, eine Einselparzelle.
00:31:39: Auch ein sehr schöner Wein, weil er sehr klassisch ist für die Lage.
00:31:44: Wer es kennt, das ist eine Lage, die relativ nah am Wald ist und kühler gelegen auf Bunz an Stein gewachsen.
00:31:49: Es bringt Rieslinge ... wie es typischer eigentlich fast nicht geht.
00:31:53: Also schön Säure, ohne dass es sauer ist.
00:31:55: So ein bisschen was Zitroniges, greppfrutigartiges also sehr klassisch so exotische Fruchtzeichen jetzt mal aber auch net übertrieben hat sowas Saftiges.
00:32:04: und ja einen Wein der den habe ich jetzt auch gerade bei uns am Tisch bestellt.
00:32:08: Du hast deinen eigenen Wein bestellt?
00:32:10: Ja ich trinkte
00:32:11: gut!
00:32:11: Das ist ein gutes Zeichen würde
00:32:14: ich sagen.
00:32:15: Ich trinke meinen Wein sehr gerne, muss ich sagen.
00:32:17: Also ich gucke natürlich aus übern bisschen links und rechts.
00:32:19: Wir sind schon auch da viel unterwegs und probieren gern Wein, möchte ich sagen.
00:32:24: aber natürlich trink ich mein eigenes Wein immer wieder gerne auf jeden Fall.
00:32:28: Das freut uns sehr.
00:32:29: Ihr liebe Leute, ihr habt es gehört eine absolute Trinkempfehlung heute Abend die Weine vom Flüger auszuprobieren.
00:32:36: ich denke du bist noch ein bisschen da und bist auch für Frage.
00:32:40: stehst du zur Verfügung wenn jemand was zum Wein dich gerne frage mag oder?
00:32:44: Kannst du dir an den Tisch kommen kann dich ansprechen.
00:32:48: Ja ja also ich habe keine Angst vor Menschen.
00:32:53: Man kann uns und mich natürlich wirklich alles fragen.
00:32:57: Ich bin auf jeden Fall nur ein bisschen da, wie gesagt ich habe mir jetzt gerade eine Flasche Wein bestellt also wollen wir es auch zusammen leertrinken und dann vielleicht noch ne zweite nachordern.
00:33:05: Also ich bin noch bis so da!
00:33:06: Sehr gut!
00:33:07: Danke ganz herzlichen Dank dass du heute Abend da bist und uns mit deiner Weine verwöhnt.
00:33:10: Vielen Dank!
00:33:11: Aber
00:33:22: das dir zwischendrin vielleicht etwas langweilig war hab ich mir auch gedacht als ich Sache über dich gelesen habe weil Ja, genau das.
00:33:40: Nein!
00:33:43: Wirklich?
00:33:46: Also, das war sensationell.
00:33:48: Es ist ganze Jahr fünfeinneunzig ... Und interaktiv war damals, dass die Zuschauer Fax geschickt haben ins Studio.
00:33:56: Wie geil!
00:33:56: Und ich hatte so ein Ding wie deinen Board hier was du hast.
00:34:01: Das war damals auch ... Das hatten nur Stefan Raab und ich in den Shows, das wir Knöpfe hatten auf die wir gedrückt haben.
00:34:07: Dann kamen Clips oder Sounds, die man benutzen konnte.
00:34:13: Es war eine tolle Show, es war damals sehr erfolgreiche Sendungen vom WDR produziert.
00:34:19: Aber ich war so ... viele von euch im Raum haben ja auch Teenager-Kinder und können das ein bisschen nachvollziehen.
00:34:28: Man ist voll von sich selbst als Teenager, und ich war gerade siebzehn damals.
00:34:34: Ich glaub, ich war immer ein nettes Mädchen aber irgendwo eben auch Bull of yourself wie man sagt.
00:34:41: Meine Mutter ist Engländerin, bin zweisprachig aufgewachsen.
00:34:43: Ich tue es nicht so, als wäre ich in Amerika gewesen, sondern das Englische ist mir sehr nahe, parallel zu meinem Deutsch.
00:34:49: Und ich war so oberflächlich, wenn ich dachte zurückdenke an die Zeit.
00:34:56: Ich hatte auch kein Management und hab das alles alleine gemacht.
00:35:00: An irgendeinem Punkt hat man sich dann beschlossen, sich von mir zu trennen.
00:35:04: Zum Ende des Jahres-Fünfe-Neunzig hat man mich ... ins Büro zitiert, da vom Produzenten oder Produktionsleiter und er sagte ja also Rebecca wir werden die Sendung nicht mit ihr weiterführen.
00:35:15: Ab nächstem Jahr macht das der Kenar, das ist Kenar Amor, den kennt man jetzt von RTL-Exklusiv ein ganz lieber netter Kollege und Freund von mir inzwischen.
00:35:24: Und damals war er bei Eins Live und Eins Live war damals so ... Ja, gerade boomende Radiosender.
00:35:32: Man wollte noch moderner und noch jünger sein.
00:35:34: Und dann hat man gesagt ... Keiner würde das jetzt machen und ich bin raus.
00:35:37: Da war ich wirklich schockiert.
00:35:39: Weil das nach all diesen Jahren dieses Zuhause-Fühlenz in der Lindenstraße, das war ja nicht die echte Medienwelt.
00:35:46: Wir waren da sehr behütet.
00:35:47: Auf einmal hab ich gemerkt, wow!
00:35:49: Also es wandte sich niemand vor.
00:35:51: Du wirst da eingeladen und sagen, du bist raus?
00:35:54: Mhm.
00:35:55: Und da war ich wirklich also schockiert und natürlich auch traurig.
00:35:58: Also fand ich ganz, ganz schlimm aber musste ja mit umgehen und ich war auch sauer auf Kenar damals.
00:36:03: Aber der konnte ja auch nichts dafür.
00:36:05: Der wollte ja auch nur den Job haben!
00:36:07: Wir waren dann ein Jahr später zusammen essen und seitdem sind wir gute Freunde, alles in Ordnung... ...und dann hatte ich so einen Tief, also hatte ich wirklich dann auch so einen tief Anfang neunzig Dass ich dann nicht wusste, wie mache ich jetzt weiter?
00:36:18: Nur noch Lindenstraße fühlte sich ja auch nicht genug an.
00:36:21: Nachdem mich die Schule abgebrochen hatte kurz vorm Abitur und ... dann praktisch zwei Fernsehjobs hatte und mich so gefühlt habe als wäre ich unbesiegbar.
00:36:31: Und das war halt vorbei, ne, bam!
00:36:32: So.
00:36:33: Dann hab ich angefangen, Theater zu spielen nebenbei.
00:36:36: Und dann hab ich wieder mehr Zeit bei meinen Eltern verbracht und mit den Pferden.
00:36:42: Und hab dann die Möglichkeit bekommen, Winter''',''' auf'''.
00:36:46: In einer Show aufzutreten in Rotterdam mit den Pferden von meinem Vater und anderen Künstlern zusammen.
00:36:52: Da habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt bei dieser Show.
00:36:56: Er war Hochseil-Artist ... Alle haben gesagt, mit ihm darfst du gar nicht reden!
00:37:00: Das ist so ein Schürzenjäger und ganz schlimmer Finger und so.
00:37:07: Und ich dachte, lass uns mal gucken.
00:37:09: Was das für ein schlimmer
00:37:10: Finger ist!
00:37:11: Ich fand den ganz großartig und ...
00:37:13: Er hat immerhin auf einem schwankenden Mast sein Tagwerk verbracht.
00:37:19: Auch
00:37:19: das?
00:37:20: Ja genau.
00:37:20: Ein schlimmer Finger.
00:37:23: Nein der ist toll, ich find ihn auch immer noch toll also dreißig Jahre später.
00:37:28: Das ist gut.
00:37:28: weiß er das?
00:37:30: Oh ja, doch.
00:37:31: Wir telefonieren mehrmals täglich und ich sage ihm das jedes Mal.
00:37:34: Aber das war auch mehr oder weniger vielleicht ... Manche sagen Zufall?
00:37:39: Du hast vorhin schon gesagt es fühlt sich ein bisschen wie Schicksal an, dass du ausgerechnet dann zu der Lindestraßkommabisch ausgerechnet, dann wieder zurück zum Zirkus-Kommabischen.
00:37:50: War das für dich klar?
00:37:53: Das ist wieder mein Weg zurück, weil du hast irgendwann auch ... von eurem Zirkus die künstlerische Leitung übernommen?
00:38:01: Nee, das war dann noch ein paar Jahre später.
00:38:03: Ich hab ja erst mal Familie gegründet.
00:38:05: Ich habe ja ... ... meine Sohn bekommen, und unsere Tochter.
00:38:11: Wir haben in der Nacht geheiratet.
00:38:13: Erst im Herbst sind wir dann als Familie bündelt wie vier.
00:38:19: Praktisch in meinen Elternhaus zurückgekehrt zum Zirkuss.
00:38:22: Ich hatte trotzdem immer die Lindenstraße gemacht, aber dann waren wir im Zirkusparum Und dann eben bis ... und im Sommer ... verkündete mein Vater uns, dass wir alle unfähig sind.
00:38:34: Der würde den Laden jetzt dicht machen nach dem Motto.
00:38:38: Das war jetzt aber ein Twist!
00:38:39: Bisher war das
00:38:40: alles weile Welt.
00:38:41: Ich sag das extra so hart, denn es ist ja nichts, was nur im Zirkus gibt.
00:38:45: Bei vielen Firmen, Familienunternehmen klappen die Generationsübergänge nicht.
00:38:51: Ja.
00:38:52: Das höre ich sehr oft, ob das eine Schreiner ist oder ein Winzer.
00:38:55: Also, das ist sehr geläufig und ... Wir waren damals ja einfach nur schockiert.
00:39:00: Ich hab noch einen Bruder, der war auch dort.
00:39:02: Und haben natürlich über Wochen geschrien geheult und diskutiert und versucht herauszufinden, was hier eigentlich los ist, so was es passiert.
00:39:11: Aber mein Vater ist ein sehr eigener Typ eben gewesen.
00:39:16: Das war sein Zirkus und er hat ihn für sich gegründet.
00:39:19: Der wollte ja eigentlich die Familie haben, das war nur meine Mutter, die ihn überredet hat weil sie gesagt, sie kommt nicht nach Deutschland wenn sie nicht mindestens zwei Kinder bekommt und setze so eine kleine Liste.
00:39:28: Und das war alles auf der Liste
00:39:31: und ...
00:39:32: Er hat sich nicht verpflichtet gefühlt, das für uns weiterzuführen.
00:39:36: Es war einfach nicht seine Mentalität und ich musste mich irgendwann damit abfinden Und überlegen, werde ich jetzt nie wieder mit ihm sprechen?
00:39:43: Oder finde ich mich damit ab und bin so schicksalsergeben wie immer.
00:39:47: Und vertraue darauf, dass sich eine andere Tür öffnet im Leben.
00:39:51: Das soll nicht sein, denn wir hätten selber gar die Finanzen gehabt, ohne ihn das Material von alleine neu aufzubauen.
00:40:00: Ich hab das mal versucht in Weihnachtsshows ... Ich bin wahnsinnig pleite gegangen damit!
00:40:05: Also ... Das muss auch nicht mehr sein.
00:40:07: Ich musste mich dann wirklich fragen, warum willst du das machen?
00:40:10: Willst du es für dein Ego machen?
00:40:12: Weil damit die Leute nicht sagen dem Barum gibt's nicht mehr?
00:40:15: und irgendwann hab ich das einfach alles losgelassen, gemerkt, ich muss niemandem etwas beweisen, so wie es ist.
00:40:21: Es war ein wundervolles Leben aber es war der Zirkus meines Vaters und es war uns einfach nicht vergönnt weil er einfach diese neue Art von Zirkuss ... nicht gelebt hat.
00:40:34: Er tat ihm zu weh, was sich alles verändert
00:40:36: hat.".
00:40:37: Mein Vater hatte z.B.
00:40:37: immer eine dreizehn-Mann-Kapelle gehabt.
00:40:40: Das ist heutzutage überhaupt nicht mehr zu bezahlen.
00:40:42: Es hat niemand ... Es hat keiner und da ging es schon los, dass er gemerkt hat, das lässt sich gar nicht umsetzen oder wie früher mit den ganzen Tieren.
00:40:52: Es wurde einfach unrealistisch und man hätte konzeptionell so viel verändern müssen.
00:40:57: Das hat eben mehr Wege getan als alles andere.
00:41:01: Let it go.
00:41:02: Yeah,
00:41:05: aber weil du es gesagt hast ... Es ist vielleicht auch schwer das vom einen auf der anderen weiterzugeben in der Familie, dass sie das dann weitermachen.
00:41:16: Ich hab gelesen von deinen Kindern.
00:41:18: Dein Sohn war zumindest zu dem Zeitpunkt, wo dies niedergeschrieben wurde, hat er als Eventtechniker gearbeitet.
00:41:26: Er ist Lichtdesigner jetzt.
00:41:29: Also auch schon in der Kunst unterwegs.
00:41:32: Dei Tochter, auch Artistin... Da ist schon was in die künstlerische Richtung hergekommen.
00:41:38: Es war klar, dass keiner von uns Gehirnchirurg wird oder so was ... Das liegt einfach nicht in den Genen!
00:41:45: Aber meine Tochter beispielsweise studiert jetzt.
00:41:47: Die hat ihre Varieté-Karriere dann doch so ein bisschen Adakta gelegt weil es ... Lass
00:41:53: mich raus, da war nix gescheites, oder?
00:41:55: Doch, doch, sie ist jetzt Erzieherin.
00:41:58: Ja, aller nichts gescheits.
00:42:01: Bei ihr war's einfach das Sie ... Ich wusste ja natürlich sie hat für sich dann irgendwann beschlossen, ich will noch was anderes machen.
00:42:09: Sie liebt Kinder und will mit Kindern arbeiten gerade mit Kindern die es eben nicht so leicht und schön hatten im Leben und wollte da einfach ihre ganzen Interessen verbinden.
00:42:17: Und sie akkert sich jetzt wirklich den Bobbys ab um dieses Studium fertig zu kriegen, um dann vielleicht auch eigene Familie zu haben aber dann auch dementsprechend mit Kindern.
00:42:34: Weil wenn du Künstlerin bist, ihr kennt das ja bestimmt auch.
00:42:37: Man denkt ... man kann nur das machen!
00:42:40: Man muss sich komplett darauf konzentrieren, ob es Musik oder Schauspieler ist oder Artist sein.
00:42:45: Das mache ich und ich muss meinen Fokus draufsetzen.
00:42:48: Sobald
00:42:49: man
00:42:49: sich noch für etwas anderes interessiert hat, hat man das Gefühl, sich selbst zu betrügen.
00:42:53: Man betrückt seine Karriere, vorfahren, alles.
00:42:58: Das muss ich mit ihr auch erst mal ausdiskutieren, dass es nicht schlimm ist.
00:43:01: Sie kann's ja trotzdem noch weitermachen wenn sie Zeit hat.
00:43:03: Wir sind doch nicht eindimensional!
00:43:04: Ich mach hier auch hundert Sachen weil mich hundert Dinge interessieren und vielleicht kann ich nicht alles super gut aber ich kanns gut verkaufen.
00:43:12: Das merke ich mal
00:43:13: das ist
00:43:14: gut.
00:43:14: Hundert Zahrammacher
00:43:16: Und aber nix gescheitert.
00:43:20: Ja, genau!
00:43:20: Für alles zu haben und nichts zu gebrauchen.
00:43:22: Das merke ich.
00:43:25: Es sind noch mehr Parallele, muss ich sagen ... Es sind fast nur Leute, die mir aus unserem künstlerischen Umfeld kennen, die pädagogische Grundausbildung haben um jetzt bei A. Und gedacht haben was können wir noch machen?
00:43:39: Weil's so langweilig ist, gell?
00:43:40: Weil
00:43:40: es viel zu langweillig ist.
00:43:41: Wo wir
00:43:41: nicht fordert werden, das stimmt nicht.
00:43:43: Pädagogisch ist wichtig.
00:43:45: Ja, natürlich.
00:43:46: Wir
00:43:47: dürfen gerne nur applaudieren
00:43:49: für die Pädagogin!
00:43:51: Für die gute Pädagogen!
00:43:54: Ihr könnt applaudieren und jeder kann noch fünfzehn Euro da los sein als Spende für die arme Pädagoge in der Quatsch.
00:44:03: Irgendwann hat alles so Ende gehabt, und so war das auch bei der Lindestras.
00:44:10: Das war mit der unglaublichen Nummer ... Ich muss es echt nachlesen!
00:44:13: Tausend siebenhundertefünfzig Folge war anders.
00:44:16: Ich kriege
00:44:16: tatsächlich nie mehr an die Melodie ein.
00:44:18: Denke ich nicht.
00:44:19: Wollte
00:44:20: ich sing' das noch hervor?
00:44:21: Das wird zu da.
00:44:21: ja, Herr Ofjitz.
00:44:22: War
00:44:22: doch irgendwie was.
00:44:23: Ja, Herr ofjitz... Ah, das war doch Kul-Sivas nicht.
00:44:28: Ja genau.
00:44:29: Also,
00:44:30: ist halt noch bisschen geiler Kul Sivas.
00:44:33: Kleines bisschen.
00:44:36: Wie ist es?
00:44:36: Es gibt so Weltereignisse, wo man genau weiß zu dem Tag an dem Zeitpunkt als ... Was was ich passiert ist, warmer da und da.
00:44:46: Weißt du noch, wo du warst, als die letzte Folge von der Lindestrasse gelaufen ist?
00:44:51: Ich hab mein Wussel erst den Kuss gekriegt heute.
00:44:53: Ja,
00:44:53: ich wollte nicht so präsentieren.
00:44:57: Ja, also nicht direkt ... Das ist einfach.
00:45:00: Aber ich weiß wo ich war als mir auf einmal jemand als Screenshot per WhatsApp die Bildschlagzeile geschickt hat.
00:45:07: Lindenstraße wird eingestellt und das war eben im November.
00:45:12: Ich war auf einer Musical Tournee und grad bei meinen Eltern zu Besuch um mit dem Hund meines Bruders spazieren.
00:45:19: Dann bekomme ich diesen Screenshots von einem Freund aus Zürich.
00:45:23: Und er schrieb dazu, ich hoffe du wusstest das schon.
00:45:26: Scheiße ... Nein!
00:45:29: Und es war so, dass an diesem Tag wohl wirklich ... Es waren über Wochen Vertragsverhandlungen zwischen der Geißendörfer Film die Produktionsfirma der Lindenstraße und dem WDR beziehungsweise den ARD Gremien gelaufen.
00:45:44: Man hatte wohl auch nicht gesagt, dass die Lindenstrasse nicht weitergeführt wird sondern diese Gespräche fanden statt Und man war wohl recht positiv.
00:45:54: Auf einmal kam dann so ein Fax, damals auch noch ...
00:45:57: Auch noch schon wieder?
00:45:59: In Studio der Lindenstraße, wo es dann hieß und das war gleich die Presseerklärung.
00:46:03: Man hatte keine Zeit darauf zu reagieren.
00:46:06: Nein!
00:46:06: Die Gremien der ARD haben beschlossen, dass die Produktion Lindenstrasse nicht weitergeführt wird.
00:46:15: Die letzte Folge läuft in zwei, zwanzig und die Dreharbeiten eingestellt werden Dezember.
00:46:21: Und meine Kollegen waren im Studio und haben diese Nachricht dorthin bekommen und alle wurden zusammengerufen und sind da in Tränen ausgebrochen oder so.
00:46:28: was denn ihr müsst bedenken.
00:46:30: das ging ja nicht nur um die Schauspieler der arbeiteten Jahr über hundert Menschen hinter der Kamera Kameraleute Masken bildender Szenen bildener Produktionsleiter Buchhalterinnen usw.
00:46:40: teilweise auch seit Jahrzehnten dort.
00:46:43: und auf einmal waren diese ganzen Jobs in absehbarer Zeit weg.
00:46:48: Und ich sah nur diese Screenshots und hab dann gleich ge- googelt, Bildzeitung ... Ach hey, okay!
00:46:52: Dann dachte ich so, dann gehe ich mal besser zurück zu den Eltern und sag denen, ich bin nicht so arbeitslos.
00:46:59: Aber wie gesagt wir sind Showpeople.
00:47:01: also für uns war das auch nicht so ein Schock denn es war ja schon im Wunder dass die ja überhaupt so lange gingen als Schauspielerin dreißig Jahre eine Rolle zu spielen in Festanstellungen.
00:47:10: Das ist etwas sehr besonderes.
00:47:14: Ja, okay.
00:47:15: Also klar ist so, ne?
00:47:17: Es wird eingestellt, wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das jetzt noch weiter gelaufen wäre.
00:47:22: und so hatte man natürlich ein bisschen Zeit sich darauf vorzubereiten.
00:47:25: Und wie gesagt ich habe immer viel gemacht.
00:47:26: Ich hatte über Jahre eine eigene Eventfirma.
00:47:29: Deswegen hab' ich auch den Job, den ich jetzt habe, über dem wir es noch nicht gesprochen haben Und ich habe Theater gespielt oder Musik gemacht.
00:47:35: also es gab immer nicht nur die Lindenstraße für mich.
00:47:38: aber natürlich war dann dieses Ende, also im Jahr die letzten Wochen der Drehtage ... Boah!
00:47:45: Das war natürlich für uns alle hochemotional.
00:47:47: Denn das war auch ein Zuhause.
00:47:48: Diese ganzen Kollegen und diese Studios in Köln waren für uns allen auch ein zu Hause.
00:47:53: Und allein dieser Gedanke, dass es das nicht mehr geben wird, wurde erst Realität als die, glaub ich, im Jahr zwanzig angefangen haben, die Kulissen abzureißen.
00:48:01: Da haben dann Kameramänner vom WDR in unsere WhatsApp-Gruppen die Videos geschickt wie die Kulinzen, wie diese Lindenstraße abgerissen werden.
00:48:08: Also das war ... Abartig, das war wirklich so ... Hä?
00:48:11: Als ob so dein Zuhause, deine Straße in der du groß geworden bist.
00:48:15: So war es ja im Grunde für mich.
00:48:17: Wird abgerissen, dann ist das nicht mehr da.
00:48:19: Das war krass!
00:48:21: Gott, wenn getreten wird in Köln, sollte aber eine Strasse in München nachstellen.
00:48:27: Ja, bei der Bayerische Rundfunk wollte's damals nicht finanzieren.
00:48:30: Der WDR und deswegen kam die Münchner Straße nach Kölnen-Bockenmünd.
00:48:36: Aber so ... So schlimm das auch war, ich glaub ... Beziehungsweise ist es sehr gut verständlich, dass ein, das vielleicht bis jetzt noch beschäftigt.
00:48:48: Du arbeitest das ja quasi auf mit einem Kollege aus der Linde-Straße in dem du mit ihm zusammen einen Podcast hast.
00:48:55: Vielleicht kannst du uns was dazu empfehlen?
00:48:56: Ist übrigens eine absoluter Hörempfehlungen.
00:48:58: Noch ein Podcast!
00:48:59: Danke schön.
00:49:01: Wir machen seit zwei Jahren den Podcast Linsenstraße also wie Linsensuppe.
00:49:07: Wir haben erst angefangen, damit im Spätsommer ... Ich hatte über viele Jahre die Idee, irgendetwas zu machen.
00:49:15: Hat aber eigentlich immer einen Bühnenstück gedacht.
00:49:18: Wir müssen auf Tour gehen, wir machen was am Theater oder was auf der Bühne über die Lindenstraße und nicht aus lauter Sehnsucht danach, sondern weil ich ... Ich bin ja auch so im Social-Media unterwegs, weil ich wusste, es sind noch so viele ... ehemalige Zuschauer da draußen.
00:49:35: Wir hatten zu Spitzenzeiten neun Millionen Zuschauer, davon sind viele tot inzwischen!
00:49:40: Fast wie mir ... Aber es gibt immer noch Millionen Menschen da draußen für die das auch Teil ihres Lebens war und die sind ja alle mindestens so alt wie ich.
00:49:50: Und deswegen hab ich immer ... Ich wusste, ich will das mit dem Klaus machen.
00:49:53: Klaus Vincent ist mein lieber Kollege aus der Linnstraße, der hat immer die Kähte gespielt.
00:49:58: Georg Eschweiler, das war der Freund vom Arzt.
00:50:01: Ich hab immer beide Namen im Kopf.
00:50:06: Und weil der Klaus ist ja auch Drehbuchautor, und ich wusste, wenn dann hat er auch so Ideen das nochmal umzusetzen?
00:50:14: Also haben wir angefangen an so einem Bühnenstück zu arbeiten.
00:50:17: Das macht uns Schwierigkeiten.
00:50:20: Wir können nicht das machen, was wir so wirklich wollen.
00:50:22: Es hat auch mit den Rechten zu tun ... Die Geißendorfer filmen war nicht so supportive wie wir uns das vorgestellt haben.
00:50:29: der WDR war
00:50:30: cool.
00:50:30: Der Intendant vom WDR wäre supercool und gesagt, ja mach mal, finden wir eine tolle Idee!
00:50:35: Und dann ist ein bisschen Schicksal, hat das Glück uns zugespielt wieder.
00:50:39: also in meinem Leben ist alles schicksal.
00:50:42: Ist natürlich auch Entscheidungen treffen klar.
00:50:44: aber das ARD Plus angefangen hat, die Lindenstraße zu streamen.
00:50:50: Also ARD Plus ist der Kanal von der ARD wie die Mediathek, wo man sich alles anschauen kann.
00:50:57: und ARD plus fing an, die lindenstraßen zu streame Und podcast wurden populär.
00:51:02: so und dann habe ich irgendwann zum klaus gesagt wir machen noch nicht das bühnenstück Wir machen erst mal ein podcast und fangen damit ab.
00:51:09: Dann haben wir unsere erste folge aufgenommen.
00:51:11: im spätsommer vierundzwanzig da hab Ich gerade gearbeitet auf einem arosa flusskreuzfahrt schiff als entertainment director
00:51:17: Munchi, schreib's auf.
00:51:20: Das fehlt dir noch?
00:51:21: Ja!
00:51:23: Es ist lustig, es kommt alles in meinem Buch und haben in meiner Kabine diese erste Folge aufgenommen.
00:51:30: Und dann gleich nochmal eine Live-Folge mit den Gästen auf diesem Kreuzfahrtsschiff zwei Tage später, was wirklich cool war.
00:51:39: Wir verdienen damit kein Geld.
00:51:40: Wir sind so weit nach zwei Jahren dass sich die Kosten tragen, weil wir inzwischen Werbung geschaltet bekommen im Podcast.
00:51:48: Es ist wirklich reiner Idealismus und es ist so ... wundervoll!
00:51:53: Und so ... wie sagt man?
00:51:55: Es gibt so viel zurück, nicht Geld, nicht Zeit aber
00:51:59: ... Energie vielleicht.
00:52:00: Energie
00:52:01: und Liebe.
00:52:02: Weil wir eine tolle Community haben von ehemaligen Zuschauern, von Fans die so eine Freude daran haben.
00:52:09: Es hat alle unsere Erwartungen übertroffen, wie die Menschen darauf reagieren, dass sie sagen endlich ist die Lindenstraße wieder da!
00:52:15: Jetzt haben wir zwar nicht Sonntags die neue Folge aber wir warten jeden Donnerstag auf die neue folge Linsenstraße und wir laden auch zwischendrin Kollegen ein um mit denen zu sprechen, nicht nur Schauspieler sondern auch Kollegen aus dem Team Hatten gerade wieder ein Live-Podcast in Köln vor ein paar Wochen, der ausverkauft war.
00:52:31: Die Leute kamen aus Berlin und Bremen, aus Osnabrück dahin gefahren ... Ich fand das so hüren!
00:52:36: Hab gedacht was?
00:52:37: Nur für das kommt ihr hierher.
00:52:40: So wie Bounce.
00:52:42: Genau.
00:52:43: Aber es ist toll.
00:52:44: Und ich hoffe, dass wir Klaus und ich noch lange gesund bleiben.
00:52:48: Der Klaus macht den ganzen Schnitt, ich arbeite ja Vollzeit.
00:52:51: Also ich hab keine Zeit dafür.
00:52:53: Und der Klaus ist ja schon Rentner.
00:52:55: Deswegen, er macht den Schnitt und kümmert sich um unser virtuelles Studio.
00:52:59: Wir haben jetzt zwei Jahre lang nicht eine Folge versäumt.
00:53:02: Also wir nehmen jede Woche meistens Montagabend auf ... Ich bin wirklich stolz darauf, dass wir das machen.
00:53:08: Leute,
00:53:08: absoluter Hör-Ampfehlung!
00:53:10: Da rein Linzenstraße überall, wo es Podcasts gibt.
00:53:15: Du hast es angedeutet, du arbeitest Vollzeit.
00:53:18: Und das wollen wir auch nicht vergessen.
00:53:21: zu erwähnen, was du im Moment gerade machst?
00:53:23: Wir haben nur rausgefunden, dass es erst mal damit zu tun hat bei einer Landesgartenschau mitzuarbeiten an der Gestaltung dies.
00:53:34: Bist du da auf den Geschmack gekommen?
00:53:36: oder wie war das?
00:53:37: Wie bist du da hinkommen?
00:53:39: Ja also ... Wie gesagt, Lindenstraße wurde eingestellt, Dezember zwei neunzehn.
00:53:43: Und was kam da Schönes, dann?
00:53:46: Was kam da schönes?
00:53:47: Corona.
00:53:48: Ja ... Das ist doch etwas
00:53:51: Schönes
00:53:52: gesagt.
00:53:52: Ja eben, das ist natürlich nichts Schönes!
00:53:54: Aber etwas Weltveränderndes für uns alle.
00:53:57: Dann kam also dieses scheidende Corona und somit war ja auch alles andere, wo ich hätte arbeiten können auf einmal weg.
00:54:05: Ich hatte Theater-Engagements für das Jahr.
00:54:07: Alles geplatzt, nix.
00:54:08: Keine Shows, kein Theater, gar nichts.
00:54:10: Wir alle saßen zu Hause und waren hilflos.
00:54:13: Und dann hatte mein Vater im Mai zwanzig ein Schlaganfall.
00:54:18: Dann bin ich natürlich zu meinen Eltern gereist nach Einbeck, also vom Badener Land zurück nach Süden Niedersachsen und bin dort geblieben bei meiner Mutter.
00:54:26: Und wir haben meinen Vater gepflegt.
00:54:28: als er wieder aus der Klinik kamen kann jetzt auch nicht wieder weg.
00:54:32: Das ist ausgeschlossen, dieses Leben gibt's nicht mehr.
00:54:35: Ich bleibe bei meiner Mutter und meinem Vater und wir schauen, wie es
00:54:38: weitergeht.".
00:54:39: Und dann musste ich mich beschäftigen.
00:54:41: Es muss ja irgendwas arbeiten!
00:54:42: Ich arbeite seit meinem vierten Lebensjahr, das war wirklich ungewohnt.
00:54:46: Dann habe ich dies und jenes irgendwie gemacht um mich zu beschäftigen ... Das kommt alles ins Buch.
00:54:50: Leute kauft das Buch?
00:54:52: Dann hab' ich Stellen anzeigen, Arbeitsagentur.de, unser geguckt Event.
00:54:58: Was was kann ich alles, was könnte ich
00:54:59: machen?".
00:55:00: Und dann stand da die Landesgartenschau, Bad Gandersheim sucht künstlerische Leitung.
00:55:06: Das ist ein bekannter Festspielort, da gibt es die Dohmfestspiele.
00:55:10: Da hab ich schon Theater gespielt, zwei Dreizehn und zwei Zwölf.
00:55:14: Dort kannte ich also eine halbe Stunde weg von meinen Eltern.
00:55:18: Dann habe ich mich beworben mit allen Elbogen und allem, was ich hatte ... Ich bin so aufgetaucht und hab gesagt, ich will diesen Job haben!
00:55:27: Und dann hatte ich mit einem Kollegen zusammen die Veranstaltungsleitung.
00:55:30: Wir haben das Programm zusammengestellt, es wurde auch verschoben von zwanzig auf dreinzwanzig und habe ich meine erste Landesgartenschau betreut.
00:55:39: Das war so ein bisschen wie Zirkus- und Freizeitpark in einem ... Denn du bist als Veranstaltung alle Tag
00:55:46: da,
00:55:46: jeden Tag sechs Monate lang im Grunde von morgens bis abends.
00:55:50: Du lebst also auch in diesem Gelände, Show in diesem Park mit den Menschen, du willst Menschen glücklich machen?
00:55:57: Das war genau mein Ding.
00:55:59: Und deswegen als Dreiundzwanzigum war, hab ich gesagt.
00:56:01: Das mach ich auf jeden Fall noch mal.
00:56:02: und weil ich das gut gemacht habe, hatte ich einige Angebote aus ganz Deutschland von Gartenschau.
00:56:08: Allerdings nicht aus Neustadt!
00:56:10: Ich wollte aber nach Neustad an der Weinstraße ... Die waren einfach noch nicht so weit.
00:56:16: Dann hab' ich mich erkundigt.
00:56:18: Neustat an der Weinstraße ist eine Gartenschau in siebenund zwanzig.
00:56:22: Da will ich hin.
00:56:23: Dann habe ich damals schon den Geschäftsführer angeschrieben und hab gesagt, wenn Sie in die Ausschreibung gehen würde ich mich freuen, wenn Sie mich einladen würden.
00:56:29: Ich möchte mich da gern vorstellen und dann musste ich noch ein bisschen warten.
00:56:33: aber dann kam es dazu und ich hatte eben das große Glück dass Mark Weigel der Oberbürgermeister von Neustadt an der Weinstraße Er ist ja auch so alt wie ich.
00:56:42: Auch mit der Oma in Merlindenstraße gucken musste früher und dementsprechend ich ihm also kein unbekanntes Gesicht war als ich kam, deswegen hatte der sage ich mal im Grunde schon eine kleine Sympathie und hat nicht gleich gesagt das will denn die Dovejauspielerin da, die kann das doch gar nicht sondern ich konnte eben mit meinen Referenzen da überzeugen und habe mich dadurch gesetzt.
00:57:01: Ich bin jetzt Veranstaltungsleitung der Landesgartenschau.
00:57:06: Und wir haben ja ein Vorblühen in Neustadt, also auch nächstes Jahr schon sechs Monate Programm und zwei achtundzwanzig noch mal sechs Monate Programme.
00:57:16: Und ich buche das alles ... Ich hab noch eine junge Kollegin Emily.
00:57:21: Da haben wir Bands, Infotainment, Theater
00:57:25: ... Ich tue die
00:57:25: Band, okay?
00:57:26: Ja, du auch auf jeden Fall!
00:57:30: Das ist ... Ich kann das gar nicht hier beschreiben.
00:57:32: Das ist so eine tolle Aufgabe, denn Landesskartschau hat Familienunterhaltung und Natur.
00:57:39: Du bist viel an der frischen Luft.
00:57:41: Du machst da nicht nur Programmen, sondern dein Job ist ja auch die Menschen, also den Bürgern diese neuen Parks ranzuführen.
00:57:52: Also du musst denen praktisch zeigen, dass es euer neues Gelände, das ist der neue Bürgerpark, den müsst ihr jetzt lieb haben.
00:57:58: Und deswegen ist es eben nicht nur, eine Kapelle dahin zu stellen.
00:58:03: Es ist wie ein riesiger Serviervorschlag über sechs Monate um die Menschen zu begeistern und mitzunehmen auf diese Welle.
00:58:11: Man lernt so viele Menschen kennen aus allen Gewerken, den Vereinen ... Ja, das ist toll!
00:58:17: Ich mache das total gerne.
00:58:18: Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich meine Familie nur am Wochenende sehe.
00:58:24: Deswegen war die Verschiebung dann schon so ... Noch ein Jahr weg von der Familie, aber natürlich ziehe ich durch.
00:58:32: Aber danach möchte ich schon bei der Familie bleiben!
00:58:35: Das versteh' ich absolut.
00:58:36: Wobei ... Ich mein', du hast die allerbeste Landesgartenschau erwischt in Neustadt?
00:58:41: Absolut, ja.
00:58:42: In den Palzen.
00:58:43: Wo kann's besser sein?
00:58:44: Und das Gute ist, du kriegst sogar noch Geld dafür.
00:58:46: Also Demonsche jetzt wahrscheinlich Verumme gemacht
00:58:48: ... Schützverumme!
00:58:49: Ja, auf jeden Fall.
00:58:51: Ähnlichstens nur als Sozialpädagogin, da kann er das dann auch machen.
00:58:56: Aber was würd schon sagen, ist so eine Sache an der Pfälzischen Gartenschau.
00:59:03: Da gibt es bei den Pfälzer etwas Besonderes.
00:59:06: durch jetzt der Vergleich auch.
00:59:09: Auf was dürfen wir uns freuen?
00:59:11: Auf Wein.
00:59:12: Ja, natürlich spielt der Wein eine große Rolle und das ist ja auch etwas was ich sehr schnell lernen musste über den Pfälzer dass wenn wir ne Veranstaltung haben um elf definitiv schon Publikum um zehn Uhr dreißig dasteht und fragt ob es schon Schorle gibt.
00:59:29: Und das fand ich großartig!
00:59:35: Habt ihr eigentlich all noch was zu trinken?
00:59:39: Nimm mich viel.
00:59:40: Oh, dann ruft's nach
00:59:42: der
00:59:43: Pause!
00:59:43: Dann muhr Prost vor allem
00:59:45: ... Tschüss!
00:59:46: Du spruchst und du dein Glas?
00:59:49: Darf ich da dein Glas reichen?
00:59:50: Oh nein, natürlich.
00:59:54: Ja.
00:59:54: Von
00:59:55: einem guten Woi.
00:59:56: Und das ist ja auch was hier, dieses Woi muss die mich so dran gewöhnen, weil im Badischen sagt man entweder Weih oder Wie im Allemannischen.
01:00:03: Wie gibt es auch.
01:00:05: Und dieses Wui.
01:00:08: Da wurde ich mehrmals vom Oberbürgermeister korrigiert.
01:00:10: Woi!
01:00:11: Ist aber ablos
01:00:12: bei uns, ne?
01:00:13: Ablos
01:00:13: bei us.
01:00:14: Wenn weiter weg ist, da ist es dann wieder der Weih.
01:00:18: Ja ... Aber du hast recht das schreit vielleicht nach dem Pause.
01:00:21: Ich glaub, unser Publikum und die Leute sind schon ein bisschen durchstich.
01:00:25: Jetzt aber für uns bleibt uns ganz herzlich bei dir zu bedanken.
01:00:31: Für dein Besuch im Zelt dass du kommen bist und dass du uns so tolle Sache erzählt hast.
01:00:37: Vielen Dank!
01:00:39: Ich danke.
01:00:48: Wenn du sagst Zelt, ich muss dir kurz Freddy Quinn zitieren.
01:00:51: Gerne.
01:00:53: Wo unser Zelt steht ist mein Zuhause.
01:00:59: Wo unser Zelt steht, bin ich zu Haus.
01:01:03: Wo unser zelt steht kann ich nur leben unter Artisten und mit dem Applaus durch Regen und Nacht in die Welt hinaus.
01:01:19: wo unser Zeld steht, Bin Ich Zu Haus.
01:01:37: Ich mach's nicht kaputt.
01:01:38: Aber vielen, vielen Dank!
01:01:40: Es gibt aber trotzdem noch unsere letzte obligatorische Frage.
01:01:44: Du hast gesagt, hier ist es ziemlich kuschelig bei unserem Zelt?
01:01:48: Ja, das ist ein zweimalenszelt.
01:01:49: Das
01:01:49: ist eigentlich nur ein zweimalszelt und heute sind ein paar Leute mehr dabei.
01:01:53: Aber die schicken wir gleich hin.
01:01:55: Die obligatorischen Frage ist, magst du bei uns übernachten in unserem Zeld?
01:02:01: Ich werde jetzt im Glück schon bald fünfzig, deswegen sollte das gefahrlos sein.
01:02:05: Dann bleibe ich gerne hier!